Nachbericht Workshop ,,Soziale Innovation und Nachhaltigkeit“

Soziales Unternehmertum hat ein breites Spektrum und es gibt die verschiedensten Formen, unternehmerisch aktiv zu werden und dabei sozialen Probleme zu lösen bzw. gesellschaftliche Veränderungen anzustoßen. Dies erklärte Clemens Binder vom Social Impact Lab Duisburg am 25. Januar 2017 im Workshop „Soziale Innovationen und Nachhaltigkeit“.

Als SozialunternehmerIn definiert Binder Personen,

  • – die eine ungelöste gesellschaftliche Aufgaben zu bewältigen suchen,
  • – die einen „Social impact“ (keine finanzielle Gewinnmaximierung, sondern gesellschaftlichen Erfolg) anstreben,
  • – deren Werte auf Demokratie, Menschenwürde und Nachhaltigkeit gründen,
  • – die die nötigen personellen und materiellen Ressourcen akquirieren und
  •     in einem Geschäftsmodell darstellen können.

Die Art und Weise der Geschäftsmodelle ist dabei vielfältig und reicht z.B. von Re-/Up-/Gocycling über nachhaltige Wertschöpfung bis zu Inklusionsunternehmen und Bildungs- und Partizipationsformate für benachteiligte Zielgruppen mit Ressourcen Dritter.

Ergänzt wurde der Workshop vom Praxisbeispiel Café ohne Worte, das vom Enactus Team der Universität zu Köln in beeindruckender Weise gehörlose und hörende Menschen in die soziale Interaktion bringt. Besonders erfreulich war zudem, dass einige der WorkshopteilnehmerInnen eigene Ideen mitgebracht hatten und diese mittels der Wirkungstreppe, die die Wirkungszusammenhänge zwischen Ausgangslage, Intervention des Unternehmens und dem Sozialgewinn misst, evaluieren konnten.

Das hgnc bedankt sich beim Career Service der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Uni Köln sowie dem Enactus Team der Uni Köln für die Unterstützung bei Vorbereitung und Durchführung der Veranstaltung.

26. Januar 2017