Gründer im Porträt: Julia Hack von „Green For Me“ von der Cologne Business School

 

 

Gründer im Porträt: Die Cologne Business School stellt Julia Hack von Green For Me vor

 

CBS: Du hast bis zum Jahr 2014 „International Business“ im Bachelor bei uns studiert. Bist du in deinem Studium mit dem Thema „Gründung“ in Berührung gekommen?

Julia Hack: Ja, natürlich. Das „Gründerdenken“ wurde uns an der CBS ständig vermittelt. Darüber hinaus habe ich auch den Kurs „Entrepreneurship“ belegt.

CBS: Gab es Dozenten oder Kommilitonen an der CBS, mit denen du dich über „Unternehmensgründungen“ austauschen konntest?

Julia Hack: Ja, vor allem mit Mike Schallehn, der mein Dozent in „Entrepreneurship“ war. Es gab auch einige Kommilitonen, mit denen ich mich ausgetauscht habe. Erste Ideenansätze für Geschäftsmodelle sind während meiner Zeit an der CBS entstanden, die ich aber nicht weiter verfolgt habe.

CBS: Welches Wissen aus deinem Studium konntest du bei eurer Gründung anwenden?

Julia Hack: Das Studium an der CBS hat mir eine gute Basis gegeben, die in vielerlei Hinsicht bei einer Gründung hilft – sei es bei der Finanzplanung oder bei der Marketingstrategie. Natürlich war das nur die theoretische Basis. In der Praxis lerne ich immer wieder neue Dinge und fuchse mich in alles hinein.

CBS: Was ist das Besondere an eurer Geschäftsidee?

Julia Hack: Wir bieten eine All-In-One Solution an, von der Planung, über den Kauf und der Pflege der Blumenbeete. Wir begleiten den Kunden bei der kompletten Customer Journey, was ihm viel Zeit, Aufwand und auch Kosten für die Anlage seines Traumgartens spart.

CBS: Was unterscheidet euch von euren Mitbewerbern?

Julia Hack: Dass der Kunde bei uns die maximale Flexibilität hat, und sich sein Beet komplett individuell planen kann. Wir stellen den Kunden in den Mittelpunkt und fragen, was er möchte und was die Bedingungen in seinem Beet sind. Damit vermitteln wir ihm indirekt Wissen und ihm wird bewusst, was er überhaupt zu beachten hat. Anschließend erhält er ein Beetkonzept, was genau zu ihm und seinem Garten passt.

CBS: Was waren die größten Herausforderungen auf dem Weg zur Gründung?

Julia Hack: Die erste große Herausforderung war, meinen damaligen Job zu kündigen, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen und sich auf so ein Abenteuer einzulassen. Prinzipiell steht man als Startup jeden Tag vor neuen Herausforderungen, die es zu meistern gilt. Wir haben uns letztes Jahr beispielsweise dazu entschieden, die Software technisch komplett neu aufzustellen, was uns erstmal zurückgeworfen hat, aber hinten raus die richtige Entscheidung war.

Wir können mit Green For Me aber auch einige Erfolge verzeichnen: Neben den öffentlichen Fördergeldern, die wir für das Projekt akquirieren konnten, ist es unser größter Erfolg zu sehen, dass unser Service bei den Kunden ankommt und einen echten Mehrwert schafft.

CBS: Hat sich eure Geschäftsidee im Laufe der Zeit geändert?

Julia Hack: Ja, wenn ich zurück denke, war es damals nicht unser erster Plan eine Software zu entwickeln. Unsere Grundidee ist immer noch die gleiche, aber Produkttests haben uns gezeigt, was die Kunden wirklich wollen. Dementsprechend verändert sich unser Produkt stetig.

CBS: Was würdet ihr CBS-Studierenden raten, die mit dem Gedanken spielen selbst zu gründen?

Julia Hack: Sich ein gutes Team und Netzwerk aufzubauen und die Idee sofort darauf prüfen, ob damit wirklich ein Kundenproblem gelöst wird.

CBS: Was sind eure Pläne für die nächsten fünf Jahre?

Julia Hack: Wir möchten die Beetplanung und -pflege kontinuierlich ausweiten, noch mehr automatisieren und auf den gesamten Garten übertragen. Neben dem Garten soll auch die Balkonplanung ermöglicht werden.

CBS: Vielen Dank für das Interview!

10. Juli 2019